Meinem Fuß ging es zwar schon besser als gestern, aber ich wollte trotzdem keinen großen Ausflug machen, ohne zu wissen, wie weit ich kommen kann. Außerdem war es zwar sonnig, aber leider noch nicht warm und deshalb auch nicht gemütlich genug, sich mit einem Buch in den Garten zu setzen.
Nach irgendwelchen zeitvertreibenden Beschäftigungen wie Nachforschungen über Busverbindungen oder Malls in Vancouver, rang ich mich dann doch dazu durch, das Haus zu verlassen.
Bernd und Sherry planten ins Kino am Broadway zu gehen, der Film interessierte mich allerdings nicht, ich bin aber trotzdem mit ihnen gefahren, um mich in das Tim Hortons zu setzen und endlich einen Iced Cappuccino und einen Bagel zu genießen :)
Ich hatte etwas Zeit für mich und konnte einige Gedanken festhalten und Menschen beobachten, was überall auf der Welt Spaß macht!Ich versuchte, den Rückweg zu Fuß zu beginnen, was ziemlich gut klappte. Ich konnte also noch ein bisschen Schaufenstershoppen, bevor ich nach gut 1,5 Stunden Fußmarsch wieder zu Hause ankam.
Ich hatte auch wirklich keine Schmerzen, denn sonst hätte ich den Bus nehmen können.
Zu Hause angekommen war auch schon wieder Suppertime, nach der wir noch zu viert zusammen saßen (Bernd, Sherry, Kristian und ich), um Rommykup zu spielen, was sich als ziemlich witzig herausstellte.Bernd und ich sind dann noch mal in den Shop gefahren, da heute dort noch viel gearbeitet wurde und Bernd die Alarmanlage anstellen und die Türen abschließen musste. Ich wollte jeden Schritt der Arbeit an diesem Modell so gut es geht festhalten und das war die Gelegenheit noch ein paar Fotos zu machen.
Irgendwie war es ein sehr entspannter Tag, zu keinem Zeitpunkt irgendwo sein, aber andererseits auch etwas langweilig. Aber genau das musste auch einfach mal wieder sein. Ich glaube, ich hatte schon so ewig keine Zeit mehr, um Langeweile zu haben. Ich konnte mich schon gar nicht mehr dran erinnern, wie es sich überhaupt anfühlt.Morgen ist ein neuer Tag, der in einer Mall oder bei Ikea verbracht werden will :) Jedenfalls sagt der Wetterfrosch erst für nächste Woche Temperaturen zum draußen sitzen und lesen vorraus…
Als ich den Bus wechseln musste, ist dieser mir natürlich direkt vor der Nase weggefahren, nachdem ich mich doch entschieden hatte schnellen Schrittes auf ihn zu zueilen. Tja Pech gehabt! Musste ich halt 10 Minuten mit einer riesigen Kindergartengruppe auf den Bus warten. Der Weg von der Haltestelle zum Shop kam mir ewig vor, aber wenigstens konnte ich dort fast den ganzen Tag sitzen und meinen Fuß so weit es möglich war, hochlegen. Ich hab mich um die klitzekleinen Autochen gekümmert und geholfen, das Modell, welches eigentlich hätte morgen früh fertig sein sollen, herzurichten. Der Kunde hat dem Team aber dann doch noch bis Dienstag Zeit gegeben, was sich leider für manche nicht unbedingt als glücklich erweist, denn ein langes Wochenende im Shop zu verbringen, ist auch nicht gerade jedermanns Wunsch. 

Nach dem vielen sitzen, zog es mich dann zum Lunch aber doch nach draußen an die frische Luft. Es regnete heute zur Abwechslung nicht und so konnte ich meinen Kaffee sogar fast in der Sonne genießen.
Nach Granville Island habe ich es sogar geschafft, eine einzige Person zu fragen :) Yeay! Langsam hab ich den Dreh raus mit den komischen Bussen hier, die kommen wann sie wollen und auch jedes Mal an anderen Stationen halten.
Nach diesem nicht sehr aufregenden Tag, wollte ich endlich mal laufen gehen und überwand mich, trotz des Dauerregens im gegenüberliegenden Park joggen zu gehen. Der Regen wurde gut von den Ästen und Zweigen abgehalten, aber die Wege waren trotzdem sehr matschig und voller Pfützen. Ich hab echt gut aufgepasst, da Papa mich schon vorgewarnt hatte, dass es dort viele Steine und Stolperfallen gibt. Ich bin auch nicht hingefallen! Aber ich habe mir dennoch wehgetan, als ich mit vollem Einsatz umknickte. Das hat wirklich weh getan und ich konnte nur noch zurückhumpeln, was natürlich viel länger gedauert hat und auch noch viel nasser, da ich ja viel langsamer voran kam.
Nach der Pause habe ich mir dann ein paar Aufgaben von Michelle geben lassen, die aus Guatemala kommt und ihr eigenes Business hatte, bis ihrs Partnerin ausgeflippt ist und die Firma so expandiert hat, dass Michelle keine Lust mehr hatte.
Ryan hatte beim Bauen zu tun und so beschäftigte ich mich Upstairs ein bisschen mit „über-die-Schultern-gucken“. Heute hab ich auch Marianne, die bayrische Sekretärin von Bernd, kennen gelernt, die aber auch so einiges zu tun hatte. Und so habe ich mir ein paar Schritte des Modellbaus von Eileen erklären lassen.
Mit Sicht auf die Schiffe, Boote, Fähren und Kanus hab ich dann meinen ersten Bagel hier genossen. Ich fasse es eigentlich gar nicht, dass der nicht von Tim Hortons war. Aber in der Stadt scheint es deutlich weniger davon zu geben, als am Highway. Ich hab jedenfalls bis jetzt nur beim Vorbeifahren Cafés davon gesehen. Leider! 
Als die Sonne dann genauso schnell verschwand, wie sie gekommen war und es anfing zu regnen, sind Ryan und ich in den anderen Shop gefahren, um dort an der großen Laserschneidemaschine Teile für das Krankenhaus auszuschneiden. Das ist ein Arbeitsaufwand von 3 Minuten, aber man muss zwischendurch immer neue Plexi-Platten auflegen, deswegen muss immer jemand dabei sein. Ich hatte zum Glück mein Buch dabei und konnte in den Schneidepausen neue Platten auflegen und während des Schneidens (10 Minuten) in Ruhe lesen. Mein Buch ist übrigens super spannend :) Und dann stand auch schon Bernd vor der Tür, um mich für den Heimweg einzusammeln.
Dann sind Ryan und ich ein paar der schon fertig gestellten Modelle durch Vancouver fahren gegangen. Unter anderem ein Projekt für den Umbau des Footballstadiums.
Das war ziemlich cool, weil wir warten mussten bis wir mit dem Modell ins Stadium fahren konnten, aber dabei konnten beim Training und Rasen ausbessern zusehen!
Zwischendurch waren wir zusammen mit Bernd zum Lunch in der Noodlebox und diesmal gab es wirklich lecker scharfe Nudeln. Ich durfte nämlich selbst aussuchen ;)
Morgen ist ein neuer Tag und mal sehen, wann Ryan genug von mir hat ;)
Aber ich hatte eh nicht so viel Zeit zum Kaffee trinken, denn ich wollte mir ein bisschen Obst gönnen und war mit Sherry fürs Kino verabredet.
Der Film hat uns beiden gut gefallen. Es war so ein richtig typischer Mäd




