Freitag, 5. September 2008

schon der 14te Tag in Vancouver

Nachdem ich mal wieder mit dem Bus-Tram-dingsbums ;) nach Granville Island gekommen war, konnte ich mich gleich an meine Aufgaben machen. Das Projekt für ein Krankenhaus, das sehr herbstlich aussieht, nimmt langsam Gestalt an. Nach vielen Konturenzeichnungen und eigentlich einem Wirrwarr auch Linien, versteh ich jetzt auch wofür ich diese Zeichnungen gemacht habe. Wir bauen an der Basis des Modells und haben Schicht um Schickt angebracht, aufgeklebt, abgefeilt und angemalt. Die Kunden möchten das Modell als Präsentationsmöglichkeit für verschiedene Lösungen eines Umbaus nutzen und so brauchen sie bewegliche Elemente zum Herausnehmen. Leider kommen den meisten Kunden noch ziemlich verwirrende und arbeitsaufwändige Ideen, sobald sie das Modell vor dem Fertigstellen betrachten kommen. So auch diesmal und es mussten einige Änderungen vorgenommen werden, die einfach zeitraubend und unnötig sind. Das Beste beim Bauen der Basis sind die vielen Farbschichten die aufgetragen werden müssen, d.h. es müssen ganz viele verschiedene Tape- und Klebestreifen nacheinander aufgeklebt werden und zwischendurch wird eine neue Farbe aufgetragen. Zum Schluss kann man dann alle Streifen abziehen und das Modell erwacht zum Leben. Das ist voll cool!
Zum Lunch gab es heute KEINEN Kaffee, sondern Wasser, welches es eigentlich jeden Tag gibt, was aber bisher noch auf kein Foto durfte… Tja und auch mal was ganz anderes, ich saß eine ganze Weile schön in der Sonne!
Und dann hat unser Modell auch schon wieder unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn es wurde immer lebhafter, mit Bäumchen und Autos und Parkplätzen und und und… Und dann war es auch schon 17 Uhr und ich fuhr nach Downtown, wo ich gestern Abend so tolle Läden entdeckt hatte, die ich heute natürlich von Innen bestaunen wollte. So machte ich mich auf eine tolle Shoppingtour gefasst. Es hat sich auch wirklich gelohnt, ich bin nämlich ein bisschen Geld los geworden =) Aber wozu spart man denn auch, wenn man das Geld dann nicht auch ausgibt. Jedenfalls bin ich jetzt stolze Besitzerin neuer Stiefel, einer neuen Jeans, einer neuen Sonnenbrille, Haargummis und eines Kleides, welches ich vor allem mit Hintergedanken an Kydens Taufe gekauft habe, aber auch weil es so schön grau ist! :)
Ich hab jetzt auch eine Mall downtown gefunden, die wir entweder letztes Jahr vollkommen missachtet haben oder die absolut neu ist. Jedenfalls gibt es da ein H&M, juhuu! Mal was ganz anderes, hihi! Die Simkarte ist jetzt übrigens angekommen, nur leider weiß ich weder den PIN noch die Nummer :) Ich hoffe, Zara kann da noch was herausfinden, sonst hat die ganze Aktion nicht wirklich viel gebracht.
Die Schiene ist leider noch nicht angekommen und es geht mit dem Fuß nicht vor und nicht zurück. Hmm, abwarten und Tee trinken, oder Wasser ;)
Morgen werd ich hoffentlich nicht allzu lange auf Granville Island bleiben müssen und das Wetter noch ausnutzen, wobei es eigentlich in nächster Zeit echt so schön und sonnig bleiben soll. Morgen Abend bin ich mit Ryan und Darci verabredet, da Ryan ein Eishockeyspiel hat und wir zugucken gehen und danach wahrscheinlich noch aussgehen. Mal sehen was der Abend noch so zu bieten hat!
Der heutige Abend hat jedenfalls nicht mehr allzu viel für mich übrig. Ich bin jetzt shoppingerschöpft und müde! Ich komm den Schafen noch ein bisschen auf die Spur, bei denen es nicht nur so tolle Charaktere wie Miss Maple und Mopple the Whale gibt, sondern neuerdings auch Rebecca :) Das Buch wird immer besser!
Nachtichen <3

Donnerstag, 4. September 2008

Downtown... where all the lights are bright...Downtown...

Kurzfristig hatten sich Bernd und Sherry heute entschlossen, in ihr Ferienhaus in Vernon zu fahren. Ich hatte mich schon gewundert, als ich Bernd im Haus gesehen habe, als ich noch beim Frühstück saß.
Auf ihrem Weg Richtung Highway setzten sie mich noch im Shop ab und schon waren sie weg. Ich bastelte den ganzen Tag mit Ryan zusammen, der leider zwischendurch ein Modell abliefern musste und mir keine weiteren Aufgaben geben konnte.
So beschäftigte ich mich mehr oder weniger selbst und als ich allen anderen geholfen hatte und wieder niemand mehr Aufgaben für mich hatte, fegte ich mal eben den gesamten Shop und surfte ein bisschen im Internet.

In der Lunchpause war ich mal wieder im Market Place und dann in der Sonne am Hafen, wo sich zwei Amerikaner zu mir gesellten, die auf ihr Schiff nach Alaska warteten und in der verbleibenden Zeit noch Vancouver und unter anderem Granville Island besichtigten. Ziemlich aufdringlich gesprächige, dennoch freundliche Menschen, die sich für alles und jeden interessieren. Nach einem kurzen Gespräch machte ich mich dann wieder zum Shop auf und half Ryan, der mich dann am Nachmittag nach Hause fuhr.

Zurück hatte ich ein Loch im Bauch und machte mich einmal selbst ans Kochen. Da Mike krank ist, war er den ganzen Tag zu Hause, hatte allerdings keinen Hunger, weil eine Art Magenverstimmung hat. Kristian war nach der Schule sogar noch arbeiten, deswegen genoss ich dann alleine meine Spaghetti =)

Nach einer kleinen Pause, machte ich mich dann wieder auf die Socken. Irgendwie hatte ich einen Bewegungsdrang und da ich ja nicht rennen kann, machte ich mich auf den Weg in Richtung Downtown. Mit dem Bus fuhr ich in die Nähe der Robson Street und spazierte von dort durch die Straßen, an Läden, Bars und Restaurants vorbei. Es wurde langsam dunkel und alle Lichter blickten auf und erhellten die Straßen voller Menschen. Bei diesem Anblick bekam ich richtig Lust shoppen zu gehen, aber leider machten die letzten Läden gerade zu. Aber da ich ja eh noch ein paar dicke, warme Anziehsachen brauche, werden ich mich bald auf eine Shoppingtour machen :) Juhu!

Ich konnte allerdings noch einen Frappucino ergattern! Man beachte, dass an der gegenüberliegenden Ecke noch ein Starbucks ist ;)

Im Bus zurück zum Haus konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen und nach der langen Zeit, die ich downtown mit Beobachten verbracht hatte, schrieb ich jetzt mal wieder viele Gedanken auf. Und wer rennt da deutsch sprechend an mir vorbei? (Ohne die deutlichen Gesprächsfetzen auf Deutsch, hätte ich wahrscheinlich nicht mal aufgeschaut!) Marisa und Nasti, die wahrscheinlich einen anderen Bus nehmen wollten. Irgendwie ist es ja ganz lustig, Tobias hier in Vancouver wieder zu sehen, nachdem wir es in Berlin nie geschafft hatten, uns zu treffen. Aber andererseits fand ich letztes Jahr den Gedanken auch sehr befreiend, zu wissen, dass man niemandem begegnen kann, den man kennt.

Tja aber was soll man machen, NIX! Ich wird trotzdem meine Zeit hier genießen und einfach so tun, also wär ich alleine ;)

Zu Hause bin ich das ja jetzt auch fast. Mike und Kris können sich jetzt allerdings ganz in Ruhe streiten, ohne dass Sherry dazwischen geht.

Jetzt muss ich mal wieder ein bisschen abschalten und dann schlaf ich wahrscheinlich wieder über meinem Schafskrimi ein (das ist ja so witzig!)…

Mittwoch, 3. September 2008

field hockey

Da ich unbedingt noch das Modell sehen wollte, bevor es verschickt wurde, bin ich früher aufgestanden und war schon um 9 Uhr im Shop. Obwohl ich nicht sehr viel geschlafen hatte, viel mir heute besonders auf, wie schön mein Weg nach Granville Island eigentlich ist. Natürlich war dann doch noch mehr Zeit, um die letzten Details zu vervollständigen und ich hatte genug Zeit, um viele schöne Fotos zu machen.
Als das Modell dann um 11 Uhr endlich in der Kiste war, konnte es von Bernd zum Flughafen gefahren werden, wo es dann mit dem Flugzeug nach China geflogen wurde.
Ich konnte Ryan endlich wieder bei seinem Projekt für ein Krankenhaus helfen bis ich mich dann schon um 12 Uhr auf den Nachhause-Weg machen durfte. Ich hätte meine Lunchpause auch auf Granville Island verbringen können, aber ich machte mich lieber schon früher auf den Heimweg, um mich noch ein bisschen auszuruhen und mit meinem Schatz zu telefonieren, bevor ich zum Hockeyplatz an der UBC fuhr.
Überall sind Baustellen, die die Stadt höchstwahrscheinlich schon für Olympia 2010 herrichten sollen, die aber trotzdem den ganzen Verkehr im Moment stören. Jedenfalls war der Weg zu den Unisportfeldern ziemlich schwer zu finden.
Allerdings kam die Sonne mal wieder durch die Wolken und es wurde richtig schön warm und deswegen ließ ich mich von den verwirrenden Schildern nicht aufhalten und fand schließlich den Hockeyplatz.
Kurz davor traf ich auch schon den, wie ich vermute pakistanischen Trainer. Mit einem pinkfarbenen Einkaufswagen fuhr er die Bälle und Hütchen zum Spielfeld und wir konnten uns kurz unterhalten. Er hat sich gefreut, dass ich zu gucken wollte, aber um im Team mitspielen zu können, muss man Student/in der UBC sein. Alle Spieler/innen werden dann nämlich von der Uni eingekleidet und unterstützt. Sowas in der Art habe ich mir schon gedacht, aber ich dachte, vielleicht kann ich trotzdem ein paar von den Mädels kennen lernen. Dafür war leider keine Zeit, denn das Training wurde von hinten bis vorne strikt durchgezogen.
Die Spielerinnen sind auch alle toptrainiert und hatten garantiert über den Sommer ein eigenes Laufprogramm zu absolvieren. Ich weiß gar nicht, ob ich in dem Team überhaupt gut aufgehoben gewesen wäre.
Jedenfalls waren aber auch die verletzten Spielerinnen, die auch am Spielfeldrand saßen, nicht gerade gesprächig. Ich hab mich nett vorgestellt und ein paar Fragen gestellt, aber die wollten lieber irgendwelche Partylästereien austauschen.
Es gab auch eine Spielerin, die in Deutschland aufgewachsen ist und wir haben uns kurz unterhalten, bis sie dann aber auch wieder zurück aufs Spielfeld musste. Ich denke, ich werde mir demnächst mal ein Spiel von der Mannschaft ansehen, aber mehr scheint dort leider nicht zu „holen“ sein. Ich guck mich aber weiterhin nach Hockeyvereinen oder –clubs um.
Vielleicht finde ich ja doch noch etwas, wo ich auch mitspielen kann, aber dafür muss mein Fuß erstmal wieder ganz in Ordnung kommen. Er tut nicht weh, aber ist noch nicht wieder voll einsetzbar, also ist Rennen noch nicht zu empfehlen.
Bernd und Sherry sind gerade wiedergekommen vom ersten Mal Babysitten bei Kyden, da heute Robs und Sharons Hochzeitstag ist und sie zum Dinner ausgehen wollten.
Ich guck mir jetzt noch ein paar vollkommen bescheuerte Mädchenserien an, die man im deutschen Fernsehen nicht sehen kann, juhuuu!

Dienstag, 2. September 2008

German Day

Mein heutiger Tag ging etwas schleifend an, wurde dann aber in eine Rettungsaktion umgewandelt.
Sophie, die Tochter einer Kollegin von Mama ist gerade in Vancouver angekommen, um ihren Hichschoolaufenthalt für die nächsten 5 Monate zu beginnen und wurde gleich von ihrer Gastfamilie verlassen, die übers lange Wochenende wegfuhren.
Sie war also ganz alleine, in einem fremden Haus, einer fremden Stadt, einem fremden Land. Na toll! Die arme war vollkommen aufgeschmissen und da ich sowieso noch nicht wusste, was ich mit meinem Tag anfangen sollte, beschloss ich, etwas mit ihr zu unternehmen. Das Wetter sah nicht so toll aus, also plante ich zu Ikea zu fahren.
Damit wir die deutsche Runde perfekt machen konnten, fragte ich auch gleich Tobias, mit dem ich zur Grundschule gegangen war und der gerade sein Work&Travel Jahr in Vancouver angefangen hat, ob er nicht auch mitkommen möchte. So verabredeten wir drei uns und machten uns auf den Weg zu Ikea. Das sieht genau so aus wie zu Hause, ist nur vielleicht nicht ganz so gut ausgerüstet und kostet auch, glaube ich, mehr. Aber zum Kennen lernen und quatschen war das ein ganz guter Spaziergang :)
Nach dem verpflichtenden Hotdog fuhren wir Richtung Meer, denn die Sonne zeigte sich und es wurde schön warm. Am Wasser angekommen schlenderten wir durch Gastown, wo Tobias seine erste Zeit im Hostel verbracht hat, weswegen er einen ganz guten Reiseführer abgab. Anschließend musste Sophie wieder Richtung nach Hause, denn sie wusste nicht genau, wann ihre Gastfamilie zurückkam, doch da sie morgen ihren Einstufungstest für die Schule machen muss, wollte sie nicht den ganzen Abend unterwegs sein. Tobias und ich machten uns dann bald mit dem SeaBus in Richtung North Vancouver auf und beschlossen, wie Tobias eigentlich schon zwei Mal davor geplant hatte, es aber immer geregnet hatte, auf den Grouse Monutain zu fahren. Mit einem Bus und einer Gondelbahn, oder wie man das auch nennt, fuhren wir bis an die Spitze des Berges. Die Aussicht war herrlich und wir konnten über ganz Vancouver Downtown sehen. Eigentlich hatten wir uns erhofft, den Sonnenuntergang zu sehen, aber dafür waren wir erstens etwas spät dran und zweitens war es auch ziemlich bewölkt. Dennoch waren die Lichter und Laternen, die von dem Berg aus zu sehen waren, der Wahnsinn. Die Fotos sind leider nicht annähernd beschreibend dafür, wie toll die Aussicht war. Obwohl es ziemlich kalt war, konnten wir nicht genug bekommen und mussten einfach das Lichtermeer bestaunen. Nach einem warmen Tee machten wir uns dann wieder auf, um noch mit dem Bus fahren zu können.
Alles in allem war es wirklich ein schöner Tag und wir haben viel bewundern können. Es war allerdings echt komisch, mal wieder so viel Deutsch an einem Stück zu reden :)
Es ist schon lustig, wenn einem manche Redewendungen auf Englisch schneller einfallen, als die auf Deutsch!
Die beiden sind auch wirklich nette Sightseeingpartner, mit denen ich bestimmt nicht das letzte Mal etwas unternommen habe!
Nach so viel Aktion bin ich wirklich KO und da ich morgen das Modell noch sehen möchte, bevor es dann endgültig nach China abgeschickt wird, muss ich früher aufstehen und deswegen gehe ich jetzt lieber schnell schlafen!!
Gute Nacht =)

Montag, 1. September 2008

Sunday - sunny day

Mit Sherry und Bernd fuhr ich heute nach dem Frühstück zur Oakridge Mall, um ein bisschen shoppen zu gehen, Bernd wollte sein Handy checken lassen und Sherry suchte ein paar Anziehsachen. Ich schlenderte für mich alleine durch die Mall, da wir nur eine Stunde bleiben wollten und ich meinen eigenen Weg bestimmen wollte. Bernd traf sich mit Rob und Ryan bei dem Handyshop und deswegen waren auch Sharon und Kyden nicht weit.Wir verabredeten uns zum Dinner und fuhren wieder nach Hause, wo ich es mir dann endlich in der Sonne gemütlich machen konnte. Es war richtig schöner Sonnenschein und so konnte ich den Schafskrimi mit meinem neuen Liebling, Mopple the Whale, gut gewärmt weiterlesen.

Zum Dinner waren wir dann Sushi essen und die kleine Schlafmütze hat nicht sehr viel zu dem Treffen beigetragen. Nach dem Essen wollte Rob unbedingt noch einen Nachtisch und wir gingen Eisessen, wo ich dann auch mal Kyden schaukeln durfte :) Da Rob und Sharon im Gegensatz zu Kyden leider nur sehr wenig Schlaf ergattern können, machten sie sich dann aber auch bald auf den Heimweg.
Meinem Fuß geht es eigentlich schon besser, jedenfalls tut er wirklich nicht mehr doll weh und die Schwellung ist auch zurückgegangen. Sharon hatte leider auch keinen genialen Tipp für mich, außer einige Übungen zu machen, die ich nach meinem Bänderriss vor vier Jahren gemacht hatte, falls ich keine Schmerzen habe.
Ich habe dann mal auf eigene Faust im Internet gestöbert. Leider stimmen die Symptome für einen Bänderriss ziemlich gut, deshalb muss ich jetzt einfach abwarten. Wenn die Schwellung in den nächsten zwei Wochen wiederkehrt, ist es sicher ein Riss. Bis dahin schone ich den Knöchel und hoffe, dass meine Schiene bald ihren Weg zu mir findet!
Auch wenn das nur für meinen Kopf sein sollte, ich werd mich damit sicherer fühlen.
Viel zu berichten gibt es heute nicht mehr, denn aus meinem Buch wollte ich euch jetzt nichts erzählen ;)
Aber im Fernsehen kommt ein guter Film mit Nicolas Cage, den ich mir noch zu Ende ansehen werde. Obwohl die Werbung wirklich nervt. Hier sind echt alle 5 Minuten für 3 Minuten Werbesendungen.
Schönen ersten Schultag ;) Kristian hat zum Glück noch einen Ferientag mehr, aber ich hat auch keine Lust, Dienstag in die Schule zu müssen!
Küsse, Becci