Sonntag, 9. November 2008

Auferstanden aus Ruinen...

Die letzten 2 Tage habe ich mehr oder weniger liegender- und kriechenderweise verbracht. Es fing schon am Donnerstag an, vielleicht auch schon am Mittwoch - ich hatte das Gefühl, ein Tennisball hätte sich zwischen meine Muskeln unterm Schulterblatt geschoben.
Am Freitag ging auf jeden Fall gar nix mehr - es gab keine Position, in der Sitzen, Liegen oder Stehen erträglich war, sogar atmen tat weh. Nach etlichen Paracetamols und Tigerbalsampackungen kann ich heute, nach 2 Nächten auf dem Fußboden, wieder aufstehen und mich mehr oder weniger bewegen.

Ich wirke in meinen Bewegungen jetzt mehr wie eine alte Frau, denn wie Quasi Modo.
Das is ja schonmal was:-)

Da es die letzten 2 Tage geregnet hat, hab ich hoffentlich nicht allzuviel verpasst.

Schöne Grüße an alle!

Freitag, 7. November 2008

Ja is denn schon Weihnachten?

Dienstag:
Mich hat in meiner letzten Woche noch einmal so richtig die Fotografierlust gepackt und so machte ich mich auf in Richtung Downtown, um einige der verblüffenden Skyscraper mit meiner Kamera festzuhalten. Vormittags war ich noch kurz mit Bernd im Shop, um einige Unterlagen auszudrucken und so konnte ich direkt von Granville-Island die Granville-Bridge laufen, auf der es sehr windig war, aber die auch einen tollen Ausblick liefert. Leider war es wieder sehr bedeckt und die Wolken versperrten der Sonne das Durchkommen, trotzdem war nicht wirklich kalt und solange man in Bewegung blieb auch auf der Brücke kein Problem. Ich schlenderte noch den halben Tag durch die Straße und setzte mich immer mal wieder irgendwo hin, um einfach nur die Leute um mich herum zu beobachten, was überall auf der Welt Spaß macht!

Mittwoch:
Gestern packte mich Sherry nach dem Frühstück ins Auto und fuhr mit mir nach Richmond, wo es doch tatsächlich sofort nach Halloween nur noch Weihnachtssachen einzukaufen gibt. Von der 80%ig chinesischen Bevölkerung Richmonds hab ich überhaupt nichts mitbekommen, sondern schlenderte zusammen mit Sherry mal wieder durch Möbel- und Dekorationsläden. Bevor wir wieder nach Vancouver fuhren, kaufte Sherry doch tatsächlich noch einen Weihnachtsbaum. Und nein, er kann nicht bis Weihnachten eingehen, denn er ist aus Plastik!
Ich war dann doch eher für richtige Bäume und so machten wir im Queen Elsibeth Park Halt, um die Natur zu genießen. So ganz ohne Autos und Plastik, mit einfach nur dem Blick über die Stadt, aber ganz ohne Geräusche. Wären die Wolken mal wieder nicht gewesen, hätte das ein richtig perfekter Spaziergang sein können, aber es war trotzdem sehr schön und wieder einmal war ich verzaubert von der herbstlichen Farbenpracht:)
Nachmittags plante ich dann mehr oder weniger die New-York-Reise zusammen mit Sarah, von der ihr ja auch schon gehört habt.
Ansonsten fühlte ich mich nicht so ganz top fit, weswegen ich versuche früh ins Bett zu gehen. Das gelang mir auch wirklich gut, nur leider konnte ich überhaupt nicht einschlafen und nach 1 Stunde herumwälzen, machte ich dann doch wieder eine DVD an.

Donnerstag:
Ausgeschlafen war ich heute zwar nicht, aber es ging mir schon gleich besser und ich hatte heute auch eine Aufgabe! Ich machte mir früh fertig und fuhr mal wieder nach Downtown, aber diesmal um Sharon und Kyden zu treffen. Sharon musste vor einem Gericht über eine ihrer Kundinnen aussagen, die Ärger mit einer Versicherung hat. So ganz habe ich da nicht durchgeblickt, aber Sharon war die einzige medizinische Unterstützung der Frau und außerdem total aufgeregt, so war sie schon mal erleichtert, dass ich in der Zeit, die sie im Gericht verbringen sollte, auf Kyden aufpassen konnte. Ich war ehrlich gesagt auch ein bisschen aufgeregt, denn alleine in einem sehr stillen Gebäude mit dem kleinen Knirps war ich ja nun auch noch nie. Aber er war sehr artig, wachte zwar nach 3 Minuten auf, aber mit dem Fläschchen und dem Herumschieben und –tragen, fühlte er sich mit mir sehr wohl.
Eigentlich hatten Sharon und ich geplant, auf den Vancouver-Look-Out-Tower zu fahren, um einen Rundumblick auf Vancouver zu sehen, doch leider enttäuschte uns das Wetter sehr. Es schüttete den ganzen Tag wie aus Eimern und so konnte man nicht einmal die Berge sehen.
Wir änderten also spontan unsere Pläne und spazierten durch den größeren Läden (wie Wertheim) und hatten dann ein ausgiebiges Mittagessen! All you can eat Sushi während Kyden schlief, war richtig lecker und unterhaltsam, denn auch mit Sharon war ich vorher ja noch nicht allein unterwegs.
Dabei entdeckten wir viele Gemeinsamkeiten und hatten richtig viel Spaß zusammen, bis Kyden dann wieder aufwachte und etwas quengelig wurde. Aber da kam Robbie uns auch schon abholen, denn Oma und Opa wollten den Kleinen auch mal wieder zu Gesicht bekommen, was sehr praktisch war, denn so kam ich relativ trocken zu Hause an. Spontan machte ich mich dann recht bald wieder auf, um mit Sherry ins Kino zu gehen. Leider wurde unser Film ausgerechnet heute nicht gespielt, da eine Sondervorstellung gezeigt wurde. So mussten wir uns schnell umentscheiden und sahen einen französischen Film, der für mich irgendwie kompliziert zu verstehen war, denn ich verstand Fetzen des gesprochenen Französischs, kam aber zum Teil nicht ganz mit den englischen Untertiteln hinterher. Aber alles in allem war es ein guter Film, den man aber nicht unbedingt sehen muss.
Heute Abend hab ich dann erstmal mit Sarah die neuerworbenen NY-Bustickets und die Hostelreservierung feiern :)
YEEEAY, Neeew York wir kommen!!!
Und jetzt hab ich Kopfschmerzen und da ich morgen nach Victoria fahren will, muss ich bald mal ins Bettchen, damit ich auch fit bin.
Also von mir gibt’s dann frühestens am Sonntagabend wieder etwas zu lesen, denn ich nehme diesmal meinen Laptop nicht mit auf die Insel.
Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende!

Yes - we can! aka Yes - I can!!

I did it! :-)

Die Tür in der Küche geht wieder auf!

Voher:


Und so sieht's nu aus:




Hat ungefähr ne halbe Stunde gedauert bis ich das Silikon aus der Tür gepopelt hatte und ich hab mir sogar nicht mal das Messer, dass ich dafür benutzt hab ins Auge gestochen!

Außerdem hab ich heute noch ganz viel Geld ausgegeben - das war gar nicht so einfach, wie sich das jetzt anhört. Denn ich wollte ja nicht irgendeinen Scheiß, sondern was bestimmtes.

Nachdem Becci und ich, die letzten Tage so viel hin- und her gemehlt haben, wegen der Planung unseres NewYork-Ausflugs und eigentlich nichts erreicht haben, hab ich beschlossen die Sache heute an mich zu reißen. Nach vorheriger Erlaubnis von Becci versteht sich. Sie hatte zwar Couchsurfer angeschrieben, aber die haben alle nicht geantwortet. Außerdem heißt ja der blog auch nicht couchsurfing New York, sondern couchsurfingcanada.

Was nicht abgemacht war, war, dass ich einfach ohne nochmal zu fragen alles gebucht hab. Hab ich aber :-)
Juhu - Becci - wir fahren nach New York und wir schlafen im Hostel in Harlem!

Der Busfahrkartenverkäufer war ziemlich unfreundlich, aber um die Tickets übers Internet zu buchen, waren wir schon zu spät dran. Ich kann mir jetzt ungefähr vorstellen, wie sich Touristen fühlen, die bei der Deutschen Bahn ein Ticket kaufen wollen.




Also Bustickets sind gebucht und das Hostel vom 14.11. - 16.11. - wenn wir die Busse nehmen, die nachts fahren, haben wir volle 4 Tage in New York.

So hier nochmal ein Bild von meiner Straße:



À bientot!

Dienstag, 4. November 2008

enjoy fall

Mein Sonntag sah in gewisser Weise ähnlich wie mein Samstag aus, nur dass ich nicht allzu lange geschlafen hab, denn ich wollte mich noch mit Tobias treffen, der seinen vorletzten Tag in Vancouver hatte. Wir trafen uns am Broadway und ich zeigt ihm so ein bisschen meine Gegend und wir spazierten durch die herbstlichen Straßen und bekamen sogar ein paar Sonnenstrahlen ab. Zwischendurch besuchten wir Kris in seiner „Mix-Bäckerei“, die ich ja schließlich auch mal gesehen haben musste. Wir tranken schönen heißen Kaffee und durften sogar ein leckeres Sandwich made by Kris probieren :)
Er ist wirklich ganz anders, wenn andere Leute um ihn herum sind und er quasi gezwungen ist, höflich zu sein! Anschließend waren einkaufen, denn wir planten, ein oder zwei Bleche Pizza zum Dinner zu backen, was wir dann auch zu Hause machten. Später nahm Mike uns noch mit zu einem Uni-Footballspiel, bei dem er mitspielen würde, doch leider kam der Gegner nicht, sodass seine Mannschaft zwar das Spiel gewann und somit als Gruppenerster in die Play-offs einzieht, aber wir konnten Mike nicht spielen sehen.
Anstatt ein Footballspiel zu sehen, saßen wir dann noch bei Mike in der Garage und quatschten ein bisschen mit ihm und seinen Freunden, bis alle nach Hause fuhren. Am nächsten Morgen fuhr Tobias nach Whistler, wo er eine Wohnung gefunden hat und die Wintersaison über als Skilehrer arbeiten wird, nachdem er den Kurs abgeschlossen hat.
Ich war heute am Anfang des Tages eher faul und kuschelte in meinem Bett, denn draußen war es kalt, nass und ungemütlich. Als sich das Wetter aber besserte, spazierte ich wieder durch die Straßen und fand ein paar schöne Orte, von denen man fast ganz Downtown sehen kann.
Zum Sonnenuntergang bin ich dann bis zum Strand spaziert und konnte nicht nur die tollen Farben der Bäume, sondern auch des Himmels bewundern. Leider kann auch meine neue Kamera nicht annähernd die Atmosphäre einfangen, die am Strand herrschte, mit einer kühlen Briese um die Nase, den Geräuschen der Wellen, dem rosafarbenen Himmel auf der linken Seite und dem leuchtenden Downtown auf der rechten Seite. Aber wahrscheinlich kann das keine Kamera, denn das ist einfach ein Gefühl, das nicht in einem Foto festgehalten werden kann.
Bevor ich dann wieder nach Hause zurückkehrte, genoss ich noch meinen neuen Lieblingsfrappuccino (Pupkinspice) und las "How to be a Canadian" :)

Montag, 3. November 2008

Vorbei is mit Frischluft :-(

Montréal macht sich winterfest. So auch unsere WG. Cedric hat gestern alle Fenster versiegelt.



Zuerst werden, mit einer stinkenden (pooh) silikonähnlichen Masse, alle Ritzen abgedichtet. Danach wird doppelseitiges Klebeband rund um alle Fenster geklebt, damit darauf "Frischhaltefolie" geklebt werden kann. Die wird dann mit einem Fön erhitzt, damit sie sich zusammenzieht.
Ich würde ja mal sagen: sehr fortschrittlich!
Aber bei den Temperaturen und den undichten Fenstern hier, lieber so - als frieren.

Auf jeden Fall kann man jetzt den ganzen Winter über kein einziges Fenster in der Wohnung aufmachen, was bestimmt häufig dazu führt, dass der Smokedetector angeht. Der kann nähmlich nicht zwischen Kochdämpfen und Feuerqualm unterscheiden und so steht man dann neben der geöffneten Wohnungstür schuhanzieherwedelnderweise unter dem Feuermelder und hofft, dass das Tuten bald aufhört:-)

Ich kann dann jetzt auch nicht mehr auf dem Balkon rauchen, sondern muss immer runter auf die Straße :-( ...Ich schätze das führt zur weitestgehenden Einschränkung des Tabakkonsums je deutlicher sich der Temperaturabfall bemerkbar macht! :-)

Ich wohne übrigens direkt neben dem arabischen "Restaurant Bratwurst"!



Na, wenn das mal kein Zeichen ist.