Donnerstag, 9. August 2007

Donnerstag? Is heut echt schon Donnerstag? Nee, ne!!!

Die Zeit verfliegt und soviel passiert - aber wir haben nach den ereignisreichen Tagen doch ein Internetcafé finden können von dem aus wir nun live berichten können:

Also, vorgestern, es muss Dienstag gewesen sein, sind wir von Thunder Bay nach Englehart gefahren: 12 Stunden im Auto und schon wieder die 1000km Marke verpasst, es waren nur 976km :-( Ich wollte unbedingt mal 1000 km gefahren sein, aber dann waren wir auch "schon" wieder am Ziel. Beziehungsweise waren wir in einem Thunder Storm und ich konnte die Straße nicht mehr sehen - zwischendurch kam es mir so vor als ob die Straße auf uns zukommt und wir stehen. Auf dem Boden zogen Dampfwolken an uns vorbei und alle paar Minuten rasten wildgewordene Lasterfahrerer auf uns zu - zum Glück dann auch immer vorbei!

Wir übernachteten in einem Motel und unsere Rücken konnten sich in den bequemen Betten etwas entspannen, so dass wir die Fahrt am nächsten Tag(gestern) ohne größere Schwierigkeiten überstanden.

Unser Ziel hieß Moffet! In Québec:
Die 6te Provinz auf unserer Tour!
Bewaffnet mit einem Foto des Hauses von vor keine Ahnung wieviel Jahren, warscheinlich um die 15 Jahre oder so, machten wir uns auf die Suche.
Das Haus unserer Urgroßeltern steht noch, aber wir wären fast daran vorbeigefahren, weil es so zugewachsen ist. Seit sehr langer Zeit hat wohl keiner mehr die Hecken geschnitten:

Wir hatten den Schlüssel dabei und alles war sehr aufregend. Die Hintertür war nicht abgeschlossen und so verschafften wir uns einen ersten Überblick. Wir fanden dann auch schnell einen Beweis dafür, dass es sich um das richtige Haus handelte:

Und fuhren erstmal wieder nach Ontario nach New Liskeard, um das nötigste einzukaufen, für das Leben in einem Haus ohne Strom, Klo, Herd usw.

Wieder im Haus angekommen, mussten wir leider feststellen, dass die Tür nich mehr aufging, die Becci abgeschlossen hatte :-(
Nach circa 30 Minuten hatten wir die Schnauze voll und eine tolle Idee:
Becci nimmt einen Stein und schlägt die Türscheibe ein, damit wir die Tür von innen öffnen können! Gedacht, gesagt, getan. Leider gibs keine Fotos davon, wir kamen uns dann doch zu kriminell vor, um diesen Akt des Vandalismus zu dokumentieren.
Becci hat mich dann doch beim Türöffnen erwischt :-( Naja is zwar scheiße, dass die Scheibe kaputt ist, aber das Haus gehört ja uns/zu unserer Familie.

Nachdem wir wieder Zugang zum Haus hatten, ging es daran, endlich etwas essbares in die Bäuche zu bekommen: Also erstmal Feuer machen! Jaaaaa- Feuer machen!

Becci hat sich dann ums Grillen gekümmert,

während ich den Tisch schön gedeckt hab:

nun noch einmal mit Blitz:

Nach dem leckeren Essen haben wir uns dann in unser Nachtlager zurückgezogen, wobei wir erst überlegten, ob wir nicht vielleicht doch im Auto schlafen sollten, weil wir doch beide ziemliche Angst hatten.
Aber dann siegte die Faulheit über die Angst, denn wir hatten keinen Bock in der Dunkelheit alle Sachen wieder ins Auto zu bringen.
So nun noch das obligatorische Landschaftsbild:

Und Becci beim Frühstückswasser kochen für den Kaffee:


Jetzt fahren wir gleich noch zum Bürgermeister von Moffet, der will nämlich das Haus kaufen, dann Feuer machen für's Abendbrot, danach vielleicht noch schwimmen im See, die Sonne scheint nämlich ganz schön doll. Danach gehen wir schlafen und fahren morgen nach Toronto. Übermorgen zu den Niagarafällen und dann noch zu unserm letzten Halt in Montréal!
Ich glaub nich, dass es schon August ist :-(

Dienstag, 7. August 2007

Roadtripping: fahren fahren fahren...

Sonntag/Montag

Wir sind relativ früh aufgestanden, um unsere nächste große Etappe in Angriff zu nehmen. Eigentlich wollten wir zu einer Couchsurferin in der Nähe von Winnipeg, die dort eine Cabin an einem See hat. Leider hatten wir gar keinen Handyempfang und seit geraumer Zeit auch keinen Internetzugang mehr. Deswegen fuhren wir einfach so weit wir konnten in Richtung Thunder Bay, wo wir heute angekommen sind, welches wir aber auch schon morgen wieder verlassen werden.
Naja die Fahrt gestern war ziemlich lang und wurde auch irgendwann, als es dunkel war, ziemlich gruselig und anstrengend.
Die Landschaft hat aus jeden Fall ein bisschn was von Schweden, find ich.

Offiziell durfte man 90km/h fahren, woran sich aber eh nie einer zu halten scheint. Whatever, es wurde dunkel und wir waren die einzigen, die in Richtung Ost auf Highway 1 unterwegs waren. Soweit sogut, bis auf einmal der Highway aufhörte zweispurig in beiden Richtungen zu werden, anstelle dessen trat nun eine jeweils einspurige Straße, die zur Trennung einen orangenen Streifen in der Mitte hatte. Am Tag kein Problem und wohl auch im Dunkeln bei 90km/h kein Problem, aber ständig wurden wir von Trucks bedrängt, die uns mit wilden Überholmanövern fast von der Fahrbahn gedrängt hätten. Aber ein Glück hatte ich bei Lex ein paar Autorennspiele auf der Playstation gespielt- war also voll in Übung und hatte alles unter Kontrolle! - Nee, wirklich - keiner braucht sich jetzt Sorgen machen. Aber im Dunkeln werden wohl hier trotzdem nicht mehr fahren. So hatten wir dann mehr oder weniger im Dunkeln die Provinz Manitoba hinter uns gelassen und beschlossen nach 919 gefahrenen Kilometern, ein Motel aufzusuchen.
Dort angekommen machten wir den Fernseher an, es lief ein Film, den ich mir aus Versehen 3x hintereinander aus der Videothek ausgeliehen hatte, leider weiß ich schon wieder nicht mehr, worum es nu ging. Wir sind auch dabei eingeschlafen.

Heute war wohl das Highlight, auf der sonst eher unaufregenden Fahrt von Kenora nach Thunder Bay, dass ein Elch die Straße überquerte und dabei wurden wir doch sogar vorgewarnt!
Ein Elch, ein Elch guuuck mal ein Elch - Wooow! Ein echter Elch, unser erster und er lag nicht tot am Straßenrand, wie sonst fast alle Tiere, die wir sonst so aus dem Auto sehen konnten.
Jetzt gehen wir hier noch mal raus und gucken, was Thunder Bay so zu bieten hat.

Und da sind wir auch schon wieder zurück, denn Thunder Bay hat, jedenfalls bei Nacht, nichts zu bieten, außer ein McDonalds Drive Thru! Deshalb werden wir morgen dann auch gleich die nächste Etappe auf uns nehmen!

Ausflug!

Samstag

Nachdem wir mal wieder ausgeschlafen hatten, fuhren wir zusammen mit Lex zu einem alten Post - ein ehemaliger Standort der Polizei von 1880, wegen den Indianern und so. Dazu mussten wir mal wieder über eine Gravelroad fahren, die Zara besonders gerne mag! 120km/h und Cruise Control set ;)
Es war nicht wirklich sehr interessant, vielleicht war ich auch einfach noch zu fertig…(Naja für das bisschen was sie da hatten war es schon ganz interessant, aber man hatte schnell alles gelesen(Zara))



Wir waren dann noch zum Lunch in einem gemütlichen kleinen Restaurant, in dem wir unbedingt noch einen Pin in Berlin auf die Weltkarte stecken mussten und natürlich im Gästebuch unterschreiben mussten! Und dann gings schon wieder zurück nach Assiniboia!

Abends waren wir noch einmal bei Alley, weil sie und ihr Bruder sturmfrei hatten, doch unter einer Party verstanden wir nicht gerade, fernsehen und Bier trinken, deswegen fuhren wir bald wieder nach Hause.

Party, Party, Party

Freitag
Da wir bisher ziemlich viel Spaß hatten, beschlossen wir auch noch das Wochenende in Assiniboia zu verbringen, denn da stehen die besten Partys an! Also warteten wir ungefähr den gesamten Freitag auf die Party am Abend. Mit Lex holten wir Pizza, um den frühen Abend bei Alley zu verbringen, um von dort aus zur Party zu gehen. Wir wurden von Alley, Allison und Lex in “Moose” eingeweiht. Ein canadisches Trinkspiel, bei welchem man einen Mix aus allen Getränken, die auf dem Tisch stehen, trinken muss, wenn man zu spät “Moose” ruft! Nicht sehr lecker, aber wir hatten unseren Spaß!
Die Party war allerdings ziemlich lahm, denn es war ein kleiner stickiger Raum, in der eine gerade 17 gewordene ihren Geburtstag feierte und vorzüglich ihrer jüngeren Freunde eingeladen hatte.
Über den Rest des Abends schweigen wir lieber…
Becci

Nö, ich könnte ‘n paar Geschichten erzählen, aber das wäre Höhrensagen und das zählt nicht, hihi ;-)
zara

American Football - Ick raff et einfach nich!

Donnerstag

Endlich konnten wir mal richtig schön ausschlafen! Nach dem sehr erholsamen Schlaf, brauchten wir auch ein gutes Frühstück! Also fuhren wir ins Franklin’s, was sehr beliebt ist, aber auch nur eine der zwei Bars in Assiniboia, die auch gleichzeitig Restaurant und Hotel ist. Dort genossen wir unser Frühstück: Steak’n’Eggs with Hashbrowns!

Hm - lecker und auch soo gesund.
Später an diesem Tag gingen wir dann doch noch ins Freibad, welches sehr klein ist und viel zu viele Kinder beinhaltet! Da aber alle anderen arbeiten waren, mussten wir uns die Zeit ja vertreiben.
Am Abend wurde uns dann noch versucht die Footballregeln näher zubringen. Die Jungs hatten damit nicht sehr viel Erfolg, dafür aber Saskatchewan, die gegen British Columbia gewannen.