Sowohl in Vancouver als auch in Montréal war wohl gestern kein sehr schöner Tag.
Ich bemerkte es als ich an der Bushaltestelle für den Bus in die Stadt ankam. Dort stand schon eine lange Schlange (das ist lustig hier, die stellen sich alle ganz brav in einer Reihe auf und warten)
Im Bus gab es keine Sitzplätze und niemand öffnete ein Fenster - nach gefühlten 2 Stunden Fahrt (in echt war es nur etwas mehr als eine Stunde) kam ich völlig verschwitzt an der Metrostation an. Ich hab 70 Leute gezählt, die nach mir ausgestiegen sind. (Der Bus ist so groß, wie unsere kleinen BVG-Busse)
Als ich losging hatte es noch sehr doll geregnet also hatte ich einen Mantel und Mütze und Co dabei. Es stellte sich heraus, dass es aber doch ein sonniger Tag wurde, was an sich ja super ist, ich aber völlig falsch angezogen war und eigentlich den ganzen Tag geschwitzt habe.
Der Grund warum ich überhaupt in die Stadt gefahren bin, war eine Wohnungsbesichtigung. Also an der richtigen Metrostation angekommen, machte ich mich auf die Suche nach der Nummer 428. Rechts runter war irgendwas mit 700 und links runter war irgendwas mit 200. Hä?
Ich bin dann erstmal eine Weile in die eine falsche Richtung und dann in die andere falsche Richtung gelaufen, bis ich einen Briefträger getroffen hab, den ich fragen konnte.
Trotzdem konnte ich die Nummer nicht finden und setzte mich in ein Café direkt an der Metrostation. Als ich mich völlig entmutigt entschloss, etwas anderes zu machen und aus dem Café kam, sah ich sie : drei kleine Zahlen, neben einer Haustür, die ich beim dreimaligen Vorbeilaufen, nicht als solche identifiziert hatte.
So - also klingel ich - niemand macht auf. Ich rufe an auf Händy und Festnetz - keiner geht ran. Von wegen in Canada sind die Türen immer unverschlossen - nicht diese, obwohl sie es sogar offiziell von 9 bis 20h sein sollte.
Ich wollte dann zu dem berühmten Jean-Talon Market, aber auch dass sollte mir nicht vergönnt sein. Ich lief die richtige Straße SOGAR in die richtige Richtung, bis es auf einmal nicht mehr weiter ging. Vor mir hatte ich ein umzäuntes Gleisbett ohne Übergang oder so.
Also wieder zurückgelatscht und noch etwas weiter in der Gegend doof rumgelatscht. Ich hatte schlauerweise meine schicken Stiefel an.
Nachdem ich dann nach anderhalbstündiger Heimreise "zu Hause" angekommen war, hab ich weiter nach WG's gesucht und auch insgesamt 6 Emails verschickt.
Heute habe ich 3 Antworten bekommen, die mich aber alle nicht dazu veranlassen mir die Zimmer anzugucken.
Rauchen nur unten, nicht auf dem Balkon (ok damit könnte ich ja leben), immer sofort Abwaschen, nur kaltes Wasser zum Wäsche waschen benutzen(Hääää - da wird ja nie was sauber)keine Freunde dürfen übernachten, keine Party - dafür hab ich drei Katzen und bin arbeitslos!
Juhu - weiter geht die Zimmersuche - irgendwann muss ich ja mal Glück haben :-)
Heute scheint auch schon jetzt die Sonne und ich geh heute abend zum Couchsurfingmeeting :-)
Alles wird guuuuuuuut!!!
Freitag, 17. Oktober 2008
Hoffnung stirbt zuletzt... ?
Also irgendwie bin ich langsam wirklich enttäuscht. Die Couchsurferinnen haben sich natürlich nicht ein einziges Mal gemeldet. Nicht mal, um mir zu sagen, dass aus unserem Treffen nichts wird. Das ist echt traurig, vielleicht soll ich daraus lernen, allein klar zu kommen, aber es geht mir ja nicht mal darum, den ganzen Tag mit vielen Leuten zu verbringen, sondern einfach Vancouver und seine Bewohner etwas näher kennen zu lernen.
Jedenfalls war heute wirklich nicht mein Tag. Ich hab, so gut es ging, ausgeschlafen und war anschließend joggen. Leider hat es auch den ganzen Tag über geregnet, was mich aber nicht abhalten sollte. Ich quälte mich aber über die ganze Strecke und kam einfach nicht in Schwung. Danach fühlte ich mich aber, als wäre ich 3 Stunden gerannt und nicht 40 Minuten. Tja und so ging der Tag irgendwie auch weiter.
Nach der schönen warmen Dusche konnte ich micht beim Frühstücken nicht wirklich entspannen, da der Fernseher so laut lief, dass Sherry nichts von den komischen Börsenzahlen überhört und in meinem Zimmer kam ich auch nicht zur Ruhe.
Ich wartete auf den Anruf und darauf, dass ich wenigstens im Trockenen zu Safeway laufen konnte, um Käsekuchenzutaten einzukaufen. Beides erfüllte sich nicht und so lief ich im Nieselregen ohne Anruf zum Einkaufen. Wieder Pech gehabt, denn die richtigen Zutaten gibt es in dem "kleinen" Safeway gar nicht.
Zu Hause angekommen, gab es Pizza und ich hoffe, Ryan bringt Bernd noch ein paar DVDs für mich mit, die beiden müssen noch ein Model ausliefern.
Ich kuschel mich jetzt wieder mal ein, nicht dass mir heute noch was schlimmeres als Regen und "kein Anruf" passiert...
Jedenfalls war heute wirklich nicht mein Tag. Ich hab, so gut es ging, ausgeschlafen und war anschließend joggen. Leider hat es auch den ganzen Tag über geregnet, was mich aber nicht abhalten sollte. Ich quälte mich aber über die ganze Strecke und kam einfach nicht in Schwung. Danach fühlte ich mich aber, als wäre ich 3 Stunden gerannt und nicht 40 Minuten. Tja und so ging der Tag irgendwie auch weiter.Nach der schönen warmen Dusche konnte ich micht beim Frühstücken nicht wirklich entspannen, da der Fernseher so laut lief, dass Sherry nichts von den komischen Börsenzahlen überhört und in meinem Zimmer kam ich auch nicht zur Ruhe.
Ich wartete auf den Anruf und darauf, dass ich wenigstens im Trockenen zu Safeway laufen konnte, um Käsekuchenzutaten einzukaufen. Beides erfüllte sich nicht und so lief ich im Nieselregen ohne Anruf zum Einkaufen. Wieder Pech gehabt, denn die richtigen Zutaten gibt es in dem "kleinen" Safeway gar nicht.
Zu Hause angekommen, gab es Pizza und ich hoffe, Ryan bringt Bernd noch ein paar DVDs für mich mit, die beiden müssen noch ein Model ausliefern.Ich kuschel mich jetzt wieder mal ein, nicht dass mir heute noch was schlimmeres als Regen und "kein Anruf" passiert...
Donnerstag, 16. Oktober 2008
My Turn
Seitdem Sarah auch schreibt, bin ich, ich geb es ja zu, ein bisschen schreibfaul geworden, aber ihr sollt ja wenigstens einen neuen Eintrag am Tag zu lesen bekommen, deswegen bin ich jetzt wieder dran ;)Gestern war ich wieder mal auf Granville Island beschäftigt und konnte alle meine Möbel zu Ende schneiden lassen, sodass es so aussah, als könnte ich am nächsten Tag, also heute mit dem Kleben und Bauen beginnen. Leider fanden Bernd und Ahmed noch ein paar verbesserungswürdige Teile, die ich dann heute noch einmal schneiden sollte.
In gewohnter Reihenfolge ging es nachmittags nach Hause, wo es Dinner gab. Anschließend machte ich es mir ein bisschen in meinem Zimmer gemütlich, bis ich mich wieder aus dem Haus machte.
Bernd, dem etwas langweilig war, fuhr erst Kris zum Sport und dann mich zu meinem Couchsurfingtreffen, zu dem alle möglichen Couchsurfer, ob Traveler oder Hosts, kommen können, um neue Leute zu treffen und kennen zu lernen.So lernte auch ich einige Kanadier, aber auch Dänen und Franzosen kennen. Insgesamt waren ungefähr 15 Leute in der Bar, die sehr gemütlich eingerichtet ist, sich allerdings in einer eher ekligen Gegend der Stadt befindet.
Jedenfalls konnte ich mich nicht mit allen Anwesenden unterhalten, aber zum Beispiel die beiden Dänen (Frädchen und Munge) waren sehr nett und wir konnten uns gut unterhalten. Die beiden haben in Edmonton angefangen und fahren mit dem Auto des Onkels herum, um die Westcoast zu erkunden. Leider sind die beiden heute schon weiter nach Vancouver Island gefahren und da sie ihre Pläne öfter ändern können, wissen sie noch nicht genau, ob wir eventuell die Chance bekommen, uns in Vancouver wider zu treffen.
Aber Dänemark und Deutschland sind ja auch nicht so weit von einander entfernt, sodass wir uns vielleicht später mal über den Weg oder die Couch laufen werden ;)
Über Kunst und Architektur konnte ich mich sehr gut mit einem Couchsurfer aus Toulouse unterhalten, der mir auch für Granville Island ein paar Tipps geben konnte, wie zum Beispiel die Arts School Libary.
Zum Schluss kam dann auch noch die deutsche Couchsurferin, mit der ich bereits Emails geschrieben hatte, um einen Kaffee trinken zu gehen oder sonst etwas zu unternehmen. Leider hatte sie aber bis jetzt noch keine Zeit, hat mir aber gestern angeboten, morgen etwas durch Vancouver zu laufen, denn sie bekommt eine andere deutsche Couchsurferin zu Besuch und so würde die „Deutschen“ mal wieder zusammen finden :)
Ich hab auch heute schon mit ihr telefonieren und ich hoffe, aus unserem Treffen morgen wird wirklich etwas, denn sonst verliere ich langsam wirklich mein Vertrauen in Menschen…
Als ich mich dann auf meinen Heimweg machte, merkte ich, was Bernd mit seinen Warnungen über die merkwürdige Gegend meinte, in der sich die Bar befindet. An der Bushaltestelle wurde mir doch etwas mulmig zumute, denn es waren nur Penner und Drogenobdachlose unterwegs und natürlich musste mich auch einer anquatschen.
Irgendwie tat er mir ja leid, denn er war ziemlich nett, aber er erzählte mir eigentlich nur, dass er so ein Glückspilz ist, denn er hat doch tatsächlich einen Umschlag mit 500 $ gefunden. Als er dann aber mit mir in den Bus stieg, bekam ich ein bisschen Angst und ich hatte die Befürchtung, er würde mich verfolgen wollen. Deswegen versuchte ich dann, ihn im Bus abzuschütteln, was mir auch irgendwann gelang.
Und zum Glück stiegen mit mir an der nächsten Haltestelle auch ein paar andere Menschen aus, sodass ich mich nicht mehr so verloren fühlte, aber trotzdem stieg ich in den falschen Bus ein, denn ich nahm den, der mir am ehesten bekannt vor kam und zwar in die falsche Richtung. Das merkte ich glücklicherweise vor der Endhaltestelle und in einer netten Wohngegend ohne anhängliche Obdachlose. So kam ich dann etwas später, als gewollt nach Hause, aber dennoch heil.
Heute war ich wieder im Shop und beendete nun endlich meine Schneidearbeiten, sodass ich mit dem Kleben anfangen konnte, so baute ich heute zum Beispiel meine Miniregale zusammen =)In der Lunchpause machte ich mich dann auf die Suche nach der Arts School Libary, um gemütlich dort zu sitzen und einige Design Magazine zu lesen oder einfach stöbern zu gehen.
Leider fand ich die Libary nicht, aber dafür die lustigen Hausboote am Ufer Granville Islands, bei denen ich mich schön in die Sonnen setzen konnte und auch eine schöne Aussicht auf die andere Uferseits hatte.
Nach der Lunchpause hatte ich nicht mehr viel Zeit im Shop, denn Bernd hatte einen Zahnarzttermin und so nutze ich die Gelegenheit, von ihm nach Hause gefahren zu werden, um dort noch ein bisschen weiter zu kleben, aber nicht im kühlen Shop sitzen zu müssen. Downstairs, wo all die „Bauarbeiten“ erledigt werden, ist es nämlich ziemlich zugig und ich fühlte mich schon den ganzen Tag nicht so richtig fit.
Nach dem Dinner hab ich dann mal mit meiner liebsten Schwester telefoniert und danach hab ich weiter geklebt, ferngesehen, gelesen und gekuschelt :)Ich denke, ich werde morgen den Tag frei machen, denn ich hab keine Lust wirklich noch krank zu werden und außerdem treffe ich mich vielleicht mit den beiden Couchsurferinnen und so hätte ich den ganzen Tag, um auch mal wieder laufen zu gehen und meine Zutaten für den Oma-Käsekuchen einkaufen zu gehen. Und eigentlich habe ich schon echt lange nicht mehr so richtig ausgeschlafen =)
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Sozialversicherungsnummer
Heute waren wir wählen - also Dante - ich war nur Begleitung. Dann sind wir in die Stadt gefahren und ich hab mir meine Sozialversicherungsnummer geholt. Davor hatte ich noch die Bewerbung abgeschickt, hab aber bis jetzt noch keine Antwort bekommen.
Anschließend waren wir auf dem Atwater Market, der aber gerade zumachte. Hört sich jetzt alles nicht besonders viel an, hat aber trotzdem den ganzen Tag gedauert.
Bin jetzt auch voll müde - und die Fotos kann man auch nicht, wenn man im Internet Explorer ist, sortieren :-(
Anschließend waren wir auf dem Atwater Market, der aber gerade zumachte. Hört sich jetzt alles nicht besonders viel an, hat aber trotzdem den ganzen Tag gedauert.
Bin jetzt auch voll müde - und die Fotos kann man auch nicht, wenn man im Internet Explorer ist, sortieren :-(
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